Gute Lernplanung, also in Intervallen zu lernen, wirkt sich positiv auf das Behalten aus. Sobald Ihre Gedanken abschweifen, Sie gähnen oder seufzen, Appetit bekommen und ein Bewegungsbedürfnis verspüren, signalisiert Ihr Körper, dass er eine Pause benötigt. In Abhängigkeit von der Lerndauer sollte die Pausenlänge nach 30 Minuten etwas 5 Minuten, nach 1 bis 2 Stunden konzentrierten Arbeitens eine Vierteilstunde betragen. Lernpausen frischen die Konzentration auf und halten lernfit. Mit einem Lerntagplan verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihren Lern- und Pausenrhythmus.

Känguru-Lesetechnik

Kängurus springen sehr weit.

Wer einen Text weit überblickt, kann schnell lesen und leicht lernen.

In der Regel machen Känguru-Leser drei Sprünge durch einen Text. Lesesprünge sind gleichzusetzen mit Lesedurchgängen.

Sprung 1Beim ersten Lesesprung wird der Text das erste Mal gelesen. Schwierige und unklare Wörter werden unterstrichen und am Rand mit einem Fragezeichen versehen. Nachdem der gesamte Text gelesen worden ist, werden alle unbekannten Wörter in einem Lexikon oder in der Online-Wikipedia nachgeschlagen oder in einem Gespräch geklärt.

Für den zweiten Lesesprung Sprung 2wird ein farbiger Textmarker benötigt, mit dem wichtige Wörter markiert werden. Nach dem zweiten Lesedurchgang wird Wesentliches aus dem Textinhalt erzählt oder aufgeschrieben. Dabei dürfen die farbigen Wörter zu Hilfe genommen werden.

Kann der Inhalt schon wiedergegeben werden? Dann fehlt nur noch der dritte Kängurusprung. Klappt es noch nicht so ganz mit der Inhaltsangabe, wird der Text erneut gelesen und weitere wichtige Wörter werden mit einer zweiten Farbe markiert.

Kann der Inhalt jetzt nacherzählt werden? Prima! Dann folgt eine kleine Sprungpause vor dem nächsten und vielleicht sogar letzten Lesedurchgang. Mindestens ein Tag, besser mehrere Tage sollten zwischen dem zweiten und dritten Lesesprung liegen, damit das Gehirn den Inhalt des Textes verarbeiten kann.Sprung 3

Da der Text schon bekannt ist, ermöglicht der letzte Känguru-Sprung schnelles Lesen. Zum Abschluss wird der Inhalt des Textes erneut mit eigenen Worten erzählt.

Termine für individuelle Lesetrainings vereinbaren Sie unter Telefon 0231 487927 oder über das Kontaktformular.

Bei einem täglichen Training von 15 bis 20 Minuten mit der Wortkartei wachsen die Rechtschreibkenntnisse kontinuierlich.

Benötigtes Material für die Arbeit mit der Wortkartei:

  • ein Karteikasten für A7-Karteikarten
  • eine Unterteilung für vier Fächer
  • A7-Karteikarten
  • ein Übungsheft
  • ein Bleistift, ein Radiergummi, Farbstifte.

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, täglich gemeinsam mit der Wortkartei zu lernen. Es verpflichtet sich, freiwillig mit Ihnen zu üben und Sie stimmen zu, Ihrem Kind täglich acht bis zehn Lernwörter zu diktieren ohne dabei zu schimpfen oder zu kommentieren.

Am ersten Tag schreibt Ihr Kind jedes Wort, welches es im Diktat oder bei den Hausaufgaben falsch geschrieben hat, richtig auf eine Karteikarte. Die Stelle, wo zuvor der Fehler gemacht wurde, wird unterstrichen. Hat Ihr Kind zum Beispiel „Dromedar“ ohne das R am Wortende geschrieben, wird es unterstrichen. Ergänzt werden kann auch die Pluralform „Dromedare“. Geben Sie stets Hinweise auf Ableitungsmöglichkeiten und Wortstämme! Die Karte kommt nun in das erste Fach des Karteikastens.

Am zweiten Tag nimmt Ihr Kind die Karte aus dem ersten Fach und liest das Wort laut vor. Anschließend zerlegt es das Wort mündlich und klatschend in Silben und bildet einen Satz mit dem Wort. Dann schreibt es das Lernwort mit Bleistift in sein Übungsheft. Es vergleicht das Wort im Übungsheft mit dem Wort auf der Karteikarte. Ist es richtig geschrieben, wird ein Pluszeichen auf der Rückseite der Karte gemacht. Dann wandert die Karte in das zweite Fach des Karteikastens. Steht das Wort falsch im Übungsheft, wird es ausradiert und verbessert. Die Karte wird in das erste Fach zurückgestellt.

Am dritten Tag nimmt Ihr Kind zunächst die Karten aus dem zweiten Fach und bearbeitet die Wörter wie oben beschrieben: in Silben zerlegen, Satz bilden, in das Übungsheft schreiben, vergleichen … Wenn das Wort richtig im Übungsheft steht, bekommt die Karte ein zweites Plus. Falsch geschriebene Wörter wandern zurück in das erste Fach.

Im dritten Fach bleiben die Karten ein paar Tage liegen. Karten aus dem dritten Fach lesen Sie Ihrem Kind vor. Wurde das Wort richtig geschrieben, bekommt es ein Plus, dann wandert es in das vierte Fach. Auch im vierten Fach verweilt die Karte länger als einen Tag. Wird das Wort beim vierten Mal richtig geschrieben, verlässt die Karte den Karteikasten und Ihr Kind bekommt einen Punkt. Handeln Sie eine Belohnung für eine erreichte Punktzahl aus.

Nehmen Sie möglichst immer erst die Karten aus dem zweiten Fach, dann aus dem ersten und schließlich aus dem dritten und dann aus dem vierten Fach.

Täglich wandern neue Lernwörter in den Karteikasten, je nachdem welche Anzahl an Lernwörtern Sie mit Ihrem Kind vereinbart haben.

Wird regelmäßig gelernt, ist der Erfolg vorprogrammiert.

Kompetenz ist mehr als Wissen.

Kompetenzen entwickeln sich in der Handlung.

Sie basieren auf Wissen, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Qualifikationen. Den Kern von Kompetenzen bilden Regeln, Werte und Normen. Werden neue Informationen aufgenommen, stellt das Gehirn eine Beziehung zu vorhandenem Wissen und zu bekannten Werten her. Je nach Bewertung der Information, z. B. „wichtig" oder „unwichtig", „interessant" oder „langweilig", wird eine Aktion ausgelöst oder jegliche Handlung unterlassen.

Mit dem Wandel zur Wissens- und Informationsgesellschaft hat eine Lernrevolution begonnen, in der jeder selbstverantwortlich für seine Lernprozesse ist. Es werden Kompetenzen benötigt, mit denen eigenständig gelernt und Probleme selbständig gelöst werden können.

Lernen verändert und erweitert Kompetenzen. Denkabenteuer® bietet praxis- und handlungsorientierte Seminare, in denen Selbstlernkompetenzen gestärkt und Kompetenzentwicklungsprozesse ermöglicht werden.
Aktuelle Seminare zur Medienkompetenz finden Sie unter Termine.

Wiederholungen

Inhalte, die überraschen oder in Staunen versetzen, wecken besonders leicht Interesse und verankern sich wie von selbst im Gedächtnis.  Andere Lerninhalte, müssen sich einen Platz im Gehirn suchen. Regelmäßige Wiederholungen speichern Wissen dauerhaft im Langzeitgedächtnis und tragen dazu bei, dass Gerlerntes wieder abgerufen werden kann.Wissen ankern

Für Wiederholungen ist ein fester Rhythmus einzuhalten:
10 Minuten     ↔     1 Tag     ↔     1 Woche     ↔     1 Monat     ↔     6 Monaten

Die erste Wiederholung sollte noch am selben Tag erfolgen. Sie hilft die Informationen 1 Tag länger zu behalten. Die zweite Wiederholung verankert das Gelernte 1 Woche im Gedächtnis. Nach einem Monat empfiehlt sich ein erneutes Auffrischen und Vertiefen des Lernstoffes mit den eigenen Notizen oder Karteikarten. Werden die Lerninhalte nach 6 Monaten noch einmal wiederholt, sind die Informationen im Langzeitgedächtnis eingeprägt.

Die Gewohnheit ist ein Seil. Wir weben jeden Tag einen Faden, und schließlich können wir ihn nicht mehr zerreißen.
Horace Mann

Lassen Sie Wiederholungen zur Gewohnheit werden!

Lernverpackungen
Der Mensch wiederholt besonders gern, wenn der Lernstoff stets neu verpackt ist und abwechslungsreich dargeboten wird. Die Verpackung ist enorm wichtig. Sie vermittelt die Inhalte interessant und motivierend und organisiert abenteuerliche Wiederholungen. Mit Denkabenteuern® machen Wiederholungen besonders Spaß.

Vokabeln lernen
Nicht alle neuen Vokabeln erreichen die Stufe des Langzeitgedächtnisses auf Anhieb. Das liegt zum einen daran, dass auf einer Stufe nur begrenzt Platz ist und deshalb Pausen eingelegt werden müssen. Und zum anderen an der Vokabel selbst. Ist sie besonders schwierig, schafft sie es nicht ohne Wiederholung, die Stufe des Langzeitgedächtnisses zu erklimmen. Lernschlüssel helfen dabei, Vokabeln leichter zu behalten.

Wird regelmäßig gelernt, ist der Erfolg vorprogrammiert. Wer jeden Tag zehn Vokabeln lernt, kennt in fünf Tagen schon 50 neue Vokabeln. Mit jedem neuen Tag, an dem die Vokabeln gelernt und wiederholt werden , macht das Lernen immer mehr Spaß.

Nach der 5. Wiederholung hat die Vokabel das Langzeitgedächtnis und die oberste Stufe der Gedächtnistreppe erreicht.

Rechtschreibung üben
Gute Orthografiekenntnisse werden mit der Wortkartei erworben.

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